Austern auf Alu

Tatsächlich haben wir unzählige Fotos aus Frankreich mitgebracht. Trotz der Flut an Fotos hat es sich aber wieder einem bewahrheitet, dass man schnell ein paar Favoriten hat. Aus dieser kleinen Auswahl dann allerdings eine #1 zu selektieren ist wiederum eher schwierig. Trotzdem ist es uns gelungen und für #saaldigital durfte ich ein Wandbild testen. Ich habe mich für ein Alu-Dibond Butlerfinish in der Größe 40×60 entschieden und bin von der Qualität mehr als begeistert. Durch das Butlerfinish wurde aus einem sowieso sehr guten Foto das Optimum herausgeholt. Doch seht selbst:

img_20170104_132806_750

Lediglich mit der Standardaufhängung bin ich nicht 100% zufrieden. Hier wäre es hilfreich,  wenn Ideen / Hilfestellungen zur Aufhängung mitgeliefert werden würden, bspw. in Form von Hilfslinien auf der Rückseite. So ist es uns leider etwas mißglückt und die beiden Elemente sind nicht auf einer Höhe aufgeklebt. Durch eine Nylonschnur-Aufhängung konnten wir die Differenz allerdings ausgleichen.

Der Kreis schließt sich…

Mittlerweile sind wir schon einige Wochen wieder aus Frankreich zurück. Wir haben so viel positives Feedback zu unserem Blog und unserer Reise bekommen, dass wir sicher auch zukünftig weiter bloggen werden. Vielen Dank all unseren fleißigen Lesern!

Zum Abschluss möchte ich den Blog noch vervollständigen, denn die in Frankreich gewonnenen Eindrücke haben uns nicht losgelassen. Wir unterhalten uns auch zwei Monate nach Ende der Reise immer noch regelmäßig über unsere Eindrücke und würden den Roadtrip jederzeit wiederholen. Auch das tägliche Kofferpacken war entgegen unserer Befürchtungen nicht anstrengend, sondern wurde schnell zur Routine und hat mich sogar von meiner Kofferpackphobie geheilt.  Bei meinen nächsten beiden Tripps war ich phänomenal früh mit Koffer Packen fertig 🙂

Nun aber zu dem Kreis, der sich geschlossen hat… und zwar in England, genauer gesagt in Südengland. Die Reisen durch Frankreich und Südengland wurden zwar unabhängig voneinander geplant, hatten im Nachhinein aber mehr miteinander zu tun als ich vor den Reisen erahnen konnte.  Lediglich dass ich den St. Michaels Mount, das englische Pendant zum Mont St. Michel, sehen würde, wusste ich vor Reiseantritt.

Der St. Michaels Mount ist ebenfalls sehr beeindruckend, wenn auch unbewohnt und daher im Gegensatz zu seinem französischen Bruder nicht begehbar. Trotzdem: Check – ein Haken mehr auf meiner imaginären Liste der Orte, die ich unbedingt gesehen haben muss.

DSC_9826

Dass ich allerdings beim Besuch eines wirklich schönen, subtropischen Gartens in Südengland (Trebah Garden) auf einen Einschiffungspunkt der Alliierten treffen würde, die von dort aus nach Omaha Beach zum D-Day ausgelaufen sind, konnte ich allerdings nicht ahnen. Und so schloss sich der Kreis ein zweites Mal…

DSC_9869

Carcassonne

Als letzte Station unserer Reise legten wir noch einen Zwischenstopp in Carcassonne ein, bevor wir die letzten Tage unserer Rundreise in unserer altbewährten Unterkunft in St. André verbringen würden.

So wenig interessant die Neustadt Carcassonne’s, so interessant die Altstadt mit Burg, wegen der wir uns in Carcassonne aufhielten. Vor knapp 200 Jahren detailgetreu restauriert, findet man heute eine sehr gut erhaltene Festung vor, deren Besichtigung sich wirklich lohnt. Und abends, wenn die Touristen großteils verschwunden sind, ist die Festung angestrahlt und noch imposanter. Wirklich sehenswert.

Bilbao – zwischen Guggenheim und Pinxtos

Auf meine Frage, was man in Bilbao unbedingt gesehen haben muss, antwortete mir meine liebe Freundin Steffi vor ein paar Wochen: Das Guggenheim und Pinxtos (Tapas auf baskische Art).
Das mit den Pinxtos war gar nicht so einfach, da wirklich auf jedem einzelnen Pinxtos Schinken zu sein schien und ich nun mal kein Fleisch esse; Ab dem zweiten Abend hatten wir aber auch dieses Problem im Griff.

Das Guggenheim war auf jeden Fall absolut vegetariertauglich und einfach grandios. Wir haben stundenlang dilettantisch über Kunst gefachsimpelt und uns dabei köstlich amüsiert. Und die Bilder einfach richtig und ausgiebig genossen.

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir bei tollem Sonnenwetter in der Innenstadt und ließen uns einfach treiben. Von einem Café ins nächste und von der nächsten Bar in die andere. Verstanden haben wir nur wenig, dafür umso mehr genossen und beobachtet. In Bilbao wird nämlich hauptsächlich Baskisch und nicht Spanisch gesprochen. Stolze Basken eben. Man kann sie verstehen.

Logroño – nicht nur die Partnerstadt Darmstadt’s

Solange wir uns kennen möchte Torsten mit mir nach Logroño fahren. Da wir mit Biarritz nicht mehr allzu weit von der spanischen Grenze entfernt waren, bot sich nun endlich die Möglichkeit, dies in Angriff zu nehmen. Logroño ist nicht nur die Hauptstadt des Rioja und die Partnerstadt Darmstadt’s, sondern auch eine der wichtigsten Etappen der Pilger auf dem Jakobsweg.

Unser Aufenthalt fiel scheinbar mit Kommunionen zusammen, so dass neben ermüdeten Pilgern auch zahlreiche frisch gesegnete Kinder mit ihren ebenso zahlreich angereisten Familien  unterwegs waren. Und wir mittendrin.

Ein kleines Stück sind wir auch auf dem Jakobsweg gewandert, aber nur ein Kleines. Wir wollten es ja schließlich nicht übertreiben. Das überließen wir gerne den echten Pilgern. Abends gab es legendäre Tapas, für die Logroño so berühmt ist. Neben dem Rioja und dem Jakobsweg. Und den Störchen, die brüten nämlich auf Allem, was sich als Nistplatz eignet.

Biarritz – eine Stadt der Gegensätze


Wir hatten einen schicken Badeort erwartet und wurden nicht enttäuscht. Wenn wir auch kurzzeitig durch Regen vom Flanieren abgehalten wurden, konnten wir uns am frühen Nachmittag dann doch noch ins Getümmel stürzen. Das Getümmel besteht in Biarritz wirklich aus den ungewöhnlichsten Konstellationen: So teilen sich Frauen mit Hèrmes-Tüten die Strandpromenade mit den seit Arcachon allgegenwärtigen Junggesellenabschieden, die im Fall von Biarritz auch noch auf einen unsäglichen Borrat-Badeanzug zurückgriffen,um den zukünftigen Bräutigam zu quälen.
Das wirkliche Leben aber spielt sich im oberen Teil der Stadt ab, weit weg vom angestaubten Flair des Strandes und direkt an unserem Hotel. So stürzten wir uns in das abendliche Getümmel und verlebten einen super Abend, dessen Essen schon einen kulinarischen Vorgeschmack auf unsere nächste Station bildete: Spanische Tapas.
Frühstück und Kaffee gab’s dann frisch vom Markt (trotz Sonntag) bei Sonnenschein und toller Musik.

Eine Beobachtung

Wir saßen heute Mittag, wie an anderer Stelle berichtet, in einem kleinen Strandlokal, das Austern und andere Meeresfrüchte direkt vom Erzeuger anbietet. Bei einem Glas guten und trotzdem erstaunlich günstigen Rose‘ haben wir darüber gefachsimpelt, dass die Austern in Cancale mineralischer, die Austern in Le Croisic nussiger und die hiesigen Austern vom Cap Ferret dafür cremiger und fleischiger seien, wobei uns die „sauvages“ die wild gewachsenen von der „Vogelinsel“ am besten geschmeckt haben, als sich eine Familie an den Nachbartisch gesetzt hat. Das ist nichts ungewöhnliches, im Lokal saßen noch andere Familien und in Cancale war der Austernmarkt offenbar beliebtes Ausflugsziel von Familien mit Kindern aus der weiteren Umgebung. Warum erwähne ich es? Die besagte Familie kam aus Deutschland und es war offensichtlich, dass die Tochter in ihrem, sicher schon 12 Jahre dauernden Leben noch nie mit Meeresfrüchten in Kontakt gekommen war und alles auf den Tischen um sie herum mit offensichtlichem Ekel musterte.
Mir ist in den letzten Wochen immer wieder aufgefallen, dass in Frankreich Kindern eine andere Einstellung zu Lebensmitteln vermittelt wird als bei uns oft. Es wird mehr Wert auf das Thema Ernährung gelegt und auch mehr Wissen vermittelt. Ich wurde in Deutschland vor nicht allzu langer Zeit von einer Supermarkt Kassiererin gefragt was das für ein Obst sei, dass ich da auf die Kasse gelegt hatte. Es handelte sich um Rotkohl. Auf dem Markt in Guerande habe ich gesehen, wie ein Junge um die 12 mit Kennerblick die schönsten Fenchelknollen und Fische am Marktstand ausgesucht hat. Ich kann mir die Reaktion seiner Altersgenossen in Deutschland nur vorstellen :“Iiiiih! Fisch, der ist ja noch ganz. “
So funktioniert das aber nicht. Wenn wir als Gesellschaft den Bezug zu dem verlieren von dem wir uns ernähren geben wir einen bedeutenden Faktor eines selbstbestimmten Lebens ab an wenige Unternehmen und Konzerne die unsere Supermärkte mit Fertigfutter füllen. Das ist einfach, praktisch und sieht nicht mehr nach Tier oder Pflanze aus. Was für eine furchtbare Vorstellung.

image

Arcachon – ein Ausflug ins Frankreich des Massentourismus

Zugegeben: Zur Abwechslung ist es echt ganz nett, allerorten auf geöffnete Restaurants zu stoßen und die Sommerklamotten auspacken zu können. Dieser Beitrag entsteht übrigens gerade am Strand bei sommerlichen 23 Grad mit angenehmer Meeresbrise.
Allerdings erinnert uns Arcachon an Strände des Massentourismus und ist nicht unbedingt unser Geschmack. Bausünden in Strandnähe passen nicht zu dem Frankreich, das wir so sehr lieben.  Aber zum Glück lassen sich überall nette Ecken finden. So haben wir den heutigen Tag dafür genutzt,  um kräftig Recherche zum Thema  Austern und Meerestiere zu betreiben. Hierfür haben wir mit dem Boot nach Kap Ferret übergesetzt,  das wirklich sehenswert ist.
Zwei Dutzend Austern später und überaus glücklich haben wir die dort servierten, wilden Austern am Nachmittag zur Sicherheit noch mit den Austern einer Austernzucht auf der anderen Seite des Golfs verglichen – sicher ist sicher 🙂 Und ja, die waren auch gut. Ganz nebenbei konnten wir dabei zuschauen, wie die frische Ernte gewaschen, umgepackt und sortiert wurde. Die probieren wir dann Morgen….

Zum Abschluss eines tollen Tages gab es dann noch diesen Sonnenuntergang…DSC_2009

image

La Rochelle – Willkommen im Süden

Schweren Herzens haben wir die Bretagne verlassen,  um einen großen Sprung in den Süden zu machen.  Aber wie wir festgestellt haben wartet an jeder neuen Ecke etwas Anderes Interessantes. 

Nach einem letzten Mittagessen in Le Croisic hat uns La Rochelle zur Belohnung für unseren Absprung aus der Bretagne mit mediterranen Klängen und sommerlichen Temperaturen begrüßt und uns einen schönen Abend bei leckerem Bier im angesagten Studentenviertel beschert.

Am nächsten Tag entschieden wir uns trotz deutlich kälterer Temperaturen für ein Frühstück am Hafen und gerieten dort unfreiwillig in einen (überwiegend radelnden) Demonstrationszug der französischen Post. Wir mussten einfach lachen:  Würden neben den Arbeiter der Ölraffinerien, den Mitarbeitern der französischen Bahn, den AKW-Mitarbeitern (angekündigte Streiks) jetzt auch noch die Postmitarbeiter streiken? Und das, wo ich mir fest  vorgenommen hatte, dass die Postkarten einmal vor mir daheim eintreffen würden. Na gut, im Briefkasten sind sie jedenfalls.

Vor unserer Weiterfahrt unternahmen wir noch einen Bootsausflug zum Fort Boyard, einem Fort mitten im Atlantik gelegen und wohl bei Fertigstellung schon nicht mehr notwendig. Heute wird es wohl augenscheinlich intensiver genutzt als früher, da es seit Jahren in Dauernutzung für die gleichnamige Fernsehsendung ist. Beeindruckend ist es trotzdem.

image

La Guerande – Golf du Morbihan

image

Wenn man mich fragen würde, wo man DIE Bretagne findet, würde ich auf die Region des Golfs von Morbihan verweisen. Ein Traum; genau so hatte ich mir die Bretagne vorgestellt. Der Zufall will es,  dass wir hier bzw. auf der Guerande-Halbinsel, genauer in La Guerande, erstmalig zwei Nächte verbringen und unser Nomadenleben kurzzeitig verlangsamen. Bislang sind wir jeden Morgen  weitergezogen. Hier haben wir gerne mehr Zeit verbracht.  Nach einem Besuch der Salinen,  die der Landschaft im Landesinneren ihren Stempel aufgedrückt haben, sind wir bei wunderbaren fruits de mer im wunderschönen Le Croisic ge“strandet“.  Ein Picknick bei Sonnenuntergang und eine neuerliche Betankungsmöglichkeit haben den wunderbaren Tag abgerundet – la viel est belle!
Aber uns hat das Reisefieber gepackt und so freuen wir uns schon auf unsere nächste Station. La Rochelle, wir kommen! Allons-y!